Anregende Tischgespräche am Neujahrsapéro

Am Dreikönigstag durfte GVK-Präsident Pepe Kaufmann über 100 Verbandsmitglieder zum Neujahrsapéro begrüssen. In seinen Einstiegsworten erwähnte er, alle Unternehmer verdienten eine Königskrone, die Arbeitsplätze ausbauen, sicherstellen und zusätzlich Lernende ausbilden. Stadtpräsident Cyrill Wiget bezog sich in seiner Ansprache auch auf das Motiv des Königs und fragte, ob König- und Unternehmer-Sein nun Freude oder Belastung sei.

Zentrum soll belebt werden

In den anschliessenden Tischgesprächen nutzte der Stadtrat die Möglichkeit für einige Inputs und auch die anwesenden Mitglieder des Gewerbeverbands kamen zu Wort. Cyrill Wiget erkundigte sich bei einem kurzen Workshop nach der Meinung der Krienser Unternehmer zum neu entstandenen Zentrum von Kriens. Er forderte die Unternehmer auf, die Plätze und Säle des Zentrums zu bespielen. Nur so könne dieses mehr belebt werden.

Bauvorsteher Matthias Senn thematisierte das Bell-Areal. Die Gewerbler wünschten sich bezahlbaren Gewerberaum. Um dies zu erreichen, wurde angeregt, nicht zu viele Auflagen und Vorschriften zu machen. 2000-Watt-Standard und Minergie-Vorschriften verteuerten die Gewerbeflächen unnötig. Beim Verkehrskonzept für das Zentrum stand die Erreichbarkeit der Gewerbeflächen im Vordergrund. Gleichzeitig sollte für die Detaillisten das Zentrum für den Langsamverkehr attraktiver werden. Eine Prüfung von Tempo 30 im Zentrum auf der Luzernerstrasse wurde von Detaillisten begrüsst, andere Gewerbler waren jedoch skeptisch. Ebenfalls müssten genügend Kurzzeitparkplätze zur Verfügung stehen.

Vorbildliches Beschaffungsmodell

Der Tisch von Finanzvorsteher Franco Faé wurde von den Gästen wiederum stark frequentiert. Es wurde sachbezogen diskutiert und interessante Fragen zu den Themen Finanzplan, Steuererhöhung und Beschaffungen gestellt. Zur Beschaffung konnte Franco Faé berichten, dass das Modell, das in Kriens ausgearbeitet wird, schweizweit vorbildlich sein soll. Sowohl Unternehmer als auch Mitarbeiter und Beschaffer würden einbezogen. Die Bewertung der Kriterienliste müsse nun noch genau definiert werden.

Am Thementisch zum Sozialwesen berichtete Sozialvorsteher Lothar Sidler über das Projekt Grossfeld. Dazu wurde ein Wettbewerb ausgeschrieben, der offen lässt, ob Renovieren, ein Neubau oder die Integration des alten Gebäudes in etwas Neues den grössten Nutzen bringt. Der Wettbewerb läuft in diesem Jahr. Die Realisierung des Projekts wird nicht vor 2025 zu erwarten sein. Zweites Thema war die Integration von Asylsuchenden in das Gewerbe. Das Projekt wird durch den Bund mitfinanziert und über den Kanton zu den Gemeinden heruntergebrochen. Was die gewerbliche Integration der Asylsuchenden angeht, waren die Gewerbler noch skeptisch, ob und wie dieses Anliegen realisiert werden soll.

Gut gestimmt ins neue Jahr

Bildungsvorsteherin Judith Luthiger-Senn berichtete über den geplanten Industrie- und Kulturweg und konnte Ideen für die neue App aufnehmen. Bei den Schulhauserweiterungen ist die Stadt mit Einsprachen konfrontiert und die Schulleitung engagiert sich für eine Umzonung.

Der anschliessende Apéro bot Gelegenheit, das interessante Netzwerk innerhalb des GVK zu nutzen. Der rege Austausch und die fröhlichen Gesichter zeigten: Die Stimmung am Anfang des neuen Jahres war sehr gut.